Römer

Die Römer siedelten sich nach der Besetzung auch in Pfyn an. Der heutige Name leitet sich ab vom lateinischen "ad fines" = an der Grenze. Hier verlief die innerrömische Grenze zwischen den Provinzen Raetien und Gallien. Die Grenze zu den Germanen verlief weit im Norden, also gab es für Befestigungen keinen Grund. Erst um das Jahr 300, der ewigen germanischen Attaken auf die Grenze müde geworden, beschloss der Kaiser in Rom, die Grenze des Imperium Romanum auf den Rhein und den Bodensee zurückzunehmen. Nun gehörte Pfyn zum Grenzland. Auf dem heutigen Städtlihügel bauten die Römer ein Kastell mit 2.20 Meter dicken Mauern und halbrunden Wehrtürmen. Es diente als Versorgungs- und Knotenpunkt: Von Westen führte die Strasse von vitudurum (Oberwinterthur) her und verzweigte sich nördlich nach tasgaetium (Eschenz), nordöstlich nach constantia (Konstanz) und östlich nach arbor felix (Arbon).
Auf der nördlichen Kastellmauer steht unser Schulhaus Schloss (1) und die Trotte (2), das 1993 gebaute Schulhaus Kastell (3)deutet den Verlauf der südlichen Mauer an. Dieser Teil der römischen Befestigung wurde von der Thur unterspült und brach weg.

 

Bild: Archäologie der Schweiz, 20 - 1997 - 2